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   Die Motivation, Gott zu dienen

Simply By Grace Podcast

Warum dienen wir als Christen Gott? Warum sollten wir Gott dienen? Viele haben wahrscheinlich niemals aufgehört, über ihre Motivation nachzudenken. Obwohl wir unsere Motive nicht verstehen müssen, um Gott zu dienen oder in der Frömmigkeit zu wachsen, so werden wir doch umso besser im Stande sein, Gott zu dienen wie es Ihm zukommt, je besser wir uns unserer Motive bewusst sind. Motive sind oft schwierig voneinander zu unterscheiden und manchmal überschneiden sie einander. Aus der Bibel wird aber deutlich, dass Christen entweder aus angemessenen Motiven oder aus unwürdigen Motiven dienen können.

Unangemessene, unbiblische Motive

Einige Motive sind für Gott oder für Christen nicht angemessen. Obwohl ein Dienst auch von jenen geleistet werden kann, die unangemessen motiviert sind, so dienen diese Leute doch nicht wirklich Gott sondern sich selbst.

  1. Legalismus: Manche Leute könnten versuchen, Gott in der Hoffnung zu dienen, dass sie so entweder die ewige Errettung verdienen oder dass es ihnen hilft, sie zu behalten. Das widerspricht natürlich der Gnade Gottes in Errettung und Heiligung (Eph. 2:8-9; Gal. 3:1-9).
  2. Falsche Schuld: Fehlendes Vertrauen in Gottes Vergebung ihrer Sünden könnte manche Leute dazu verleiten, zu versuchen, Gott zu dienen, um ihre Schuld abzuarbeiten, durch Werke zu sühnen. Das ignoriert allerdings Gottes Versprechen der vollständigen Vergebung an alle, die ihre Sünden bekennen (Kol. 2:13; 1 Johannes 1:9).
  3. Eigennutz: Finanzieller Gewinn, Vorrang, Macht oder Selbstüberhöhung könnten manche motivieren, zu versuchen, Gott zu dienen. Offensichtlich dienen sie nur ihren eigenen egoistischen Begehrlichkeiten. In der Bibel gibt es Beispiele für derartig motivierte Menschen (Matt. 6:1-6; Mark 12:28-40; Phil. 1:15-18; 3 Johannes 9; 2 Pet. 2:14-15). Der Apostel Paulus predigte gegen solche Motive (2 Kor. 4:2-5; Gal. 1:10; 1 Thes. 2:3-6; 1 Tim. 6:1).

Berechtigte, biblische Motive

Die Bibel zeigt einige mächtige und klare Motive zum Dienen und frommen Leben auf. Gute Motive können sich überschneiden und einige scheinen höheren Prinzipien zu folgen als andere. Im Folgenden zeigen wir fünf leicht identifizierbare Motive aus dem Neuen Testament in einer Art Rangfolge.

  1. Liebe: Dies umfasst zunächst eine Liebe zu Gott und weiter eine damit einhergehende Liebe zu Anderen (Matt. 22:37-39). Ein durch Liebe motivierter Christ handelt zum Nutzen des Einen den er liebt. Liebe zu Gott wird oft durch Gehorsam ausgedrückt (Johannes 14:21; 1 Johannes 5:2). Liebe drückt sich auch in einem Verlangen aus, Gott zu verherrlichen (Johannes 12:27-28), Ihn zu erfreuen (Kol. 1:10; 3:20; 1 Thes. 4:1), und Ihn zu erkennen (Phil. 3:10-14; 1 Johannes 4:16). Liebe zu Gott bedeutet auch Liebe zu dem was Gott liebt; daher lieben wir andere Menschen (2 Kor. 5:14; 12:15; 1 Johannes 4:11; 5:2).
  2. Dankbarkeit: Wenn uns Gottes Handeln zugute kommt möchten wir vielleicht unsere Dankbarkeit zeigen. Unser Dienst und unser Leben wird ein „Danke“ an Ihn. Angesichts Gottes Segen sind wir motiviert Ihm unsere Leiber hinzugeben (Röm. 12:1-2) und für Ihn zu leben (Gal. 2:20). Paulus war motiviert, Gott mit Danksagung zu dienen (1 Tim. 1:12).
  3. Bedeutung in der Ewigkeit: Wir können motiviert sein, unser Verlangen nach Bedeutung über dieses vergängliche Leben hinaus nach Gottes ursprünglicher Bestimmung zu stillen. Gott schuf uns, um seine Herrschaft über die Erde zu teilen (Gen. 1:26-28). Dies wird sich in Seinem künftigen Reich in dem Maße erfüllen, in dem wir in diesem Leben Treue in unseren Pflichten (Matt. 19:27-30; Luk 19:11-27) oder unser treues Ausharren im Leiden zeigen (Röm. 8:17; 2 Tim. 2:12). Der Genuss dieses verdienten Erbes sollte zu frommem Verhalten anregen (1 Kor. 6:9-11; Gal. 5:21; Eph. 5:5). Der Brief an die Hebräer verspricht denen, die treu sind, einen Anteil an der zukünftigen Herrschaft Christi (Heb. 1:14; 3:14; 4:1, 9; 6:11-12). Bedeutung in der Ewigkeit kann beginnen, wenn wir Christus in diesem Leben dienen (Matt. 10:38-39; 16:24-27; Luk 9:23-26).
  4. Belohnungen: Wir können auch durch gottgegebene Belohnungen in diesem Leben (Mk 10:28-31) und in der Ewigkeit (Matt. 16:27; Offb. 22:12) motiviert werden. Zukünftige Belohnungen werden vor dem Richterstuhl Christi vergeben. Alle Christen werden dort erscheinen und Rechenschaft ablegen (Röm. 14:10-12; 2 Kor. 5:10; 1 Kor. 3:9-13). Ewige Belohnungen schließen Schätze (Matt. 6:20) und Kronen (1 Kor. 9:25; 1 Pet. 5:4; 2 Tim. 4:8) mit ein. Motivation kommt auch von der Möglichkeit, ewige Belohnungen zu verlieren (Matt. 22:1-14; 25:14- 25; Luk. 19:11-27; 1 Kor. 3:12-15). Belohnungen sind keine egoistische Motivation wenn unser Ziel ist, sie schließlich zur Verherrlichung Gottes zu nutzen.
  5. Pflicht: Einige Christen dienen Gott weil sie eine Verpflichtung dazu übernommen haben oder weil sie dem gerecht werden wollen wofür Gott sie berufen hat. Pflicht erwartet keine Belohnung sondern wird aus einer Verpflichtung heraus erbracht (Luk. 17:7-10). Das zeigt sich in Jesu eigener Hingabe, das zu tun wozu Gott Ihn berufen hatte (Mk. 1:38; Johannes 12:27; 17:4; Heb. 2:17; 5:5-10). Paulus war motiviert, seiner Berufung gerecht zu werden, ein Apostel für die Heiden zu sein (Apg. 20:24; 2 Tim. 1:1, 11; 2:7). Christen könnten es auch als ihre Pflicht ansehen, treue Verwalter ihrer Begabungen (Röm. 12:6-8; 1 Tim. 4:14; 1 Pet. 4:10-11) oder des Evangeliums (1 Kor. 9:17-18; Kol. 1:25; 1 Tim. 1:11, 18; 6:20; 2 Tim. 2:14; 2:2; Titus 1:3) zu sein.
  6. Angst: Diese Motivation ist der Liebe untergeordnet (1 Johannes 4:18), kann den Christen aber motivieren, sich von Sünde oder Untreue fernzuhalten und ihn zu frommem Verhalten anhalten. Man könnte ein negatives Urteil vor dem Richterstuhl Christi fürchten (Jakobus 2:13; 3:1), was Schande (2 Tim. 2:15; 1 Johannes 2:28) oder Verlust von Belohnungen (1 Kor. 3:13-15; 9:27) mit einschließen kann. Der Christ kann auch Gottes zeitliche Züchtigung fürchten (1 Kor. 5:5; 11:29-32; Kol. 3:23-25; 1 Tim. 4:14; Jakobus 5:15-16, 19). Der Brief an die Hebräer nennt fünf schreckliche Warnungen, um seine Leser davon abzuhalten, abtrünnig zu werden und sie zur Vollkommenheit zu motivieren (Heb. 2:1-4; 3:7 - 4:13; 6:1-12; 10:26-31; 12:25-29). Es gibt auch einen positiven Aspekt der Furcht in Form der Ehrfurcht, die auch ein Motiv für den Christen sein kann (Apg. 10:2; 2 Kor. 7:1; Eph. 5:21; Phil. 2:12; Heb. 12:28).

Schlussfolgerung

Genauso wie es unangemessene, unbiblische Motive gibt, Gott zu dienen, so gibt es dazu auch rechtmäßige, biblische Motive. Wir sollten lernen, in unserem eigenen Dienst die besten Motivationen zu verfolgen. Wir sollten auch lernen, andere zum Dienst und zur Frömmigkeit mit den besten Motiven anzuregen. Es ist uns zuträglich, unsere Motive, Gott zu dienen oder in der Frömmigkeit zu wachsen, zu bewerten, so dass wir Ihm besser dienen können.


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